Sportlich? Weiter so!

Sportlich? Weiter so!

Sport schützt vor Herzerkrankungen, Osteoporose und Diabetes.

Dies ist jedoch noch längst nicht alles. Bei besonders aktiven Menschen sinkt das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, um 20 %. Bei sportlichen Frauen ist zudem ein leicht verringertes Brustkrebsrisiko festzustellen. Darüber hinaus zeigen neuere Studien, dass körperliche Aktivität, die mindestens drei Mal pro Woche erfolgt, einen Schutz gegen kognitive Störungen darstellt (Gedächtnisverlust, Konzentrationsschwierigkeiten usw.).

All diese Gründe - neben dem Spaß und der Entspannung, die der Sport auch noch bietet - sprechen eindeutig dafür, alles zu tun, um auch weiterhin den Sportarten nachzugehen, die man mag - so sicher und so lange wie möglich.

Das Alter ist kein Grund, auf Sport zu verzichten – vorausgesetzt, man wählt eine Aktivität aus, die der eigenen Verfassung entspricht und bewegt sich im eigenen Rhythmus.

Das Geheimnis der Ausdauer

Auch wer regelmäßig Sport treibt, muss Vorsichtsmaßnahmen beachten. Neben einer regelmäßigen ärztlichen Kontrolluntersuchung wird Ihr Arzt Ihnen je nach Ihrem Gesundheitszustand möglicherweise auch ein Belastungs-EKG-empfehlen. Darüber hinaus überprüft er, ob die von Ihnen gewählte Sportart noch zu Ihnen passt, je nachdem, wie sich Ihr Gesundheitszustand entwickelt hat. Gegebenenfalls wird er Ihnen zu anderen Aktivitäten raten. Bei Gefäßproblemen beispielsweise wird vor allem Schwimmen oder Radfahren empfohlen.

Im Allgemeinen gilt: Je mehr Spaß die gewählte Sportart macht, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass man sie fortsetzen kann und davon profitiert. Jedoch nur, wenn keinerlei Druck ausgeübt und auf Wettkämpfe oder Rivalitäten zwischen Sportlern verzichtet wird.

Hören Sie auf sich selbst und folgen Sie nur einem einzigen Rhythmus: dem Ihren.

Der Körper ist keine Maschine, die man beliebig antreiben kann. Ermüdungssignale des Körpers müssen ernst genommen werden.

Sport - nicht zu viel und nicht zu wenig

Selbst wenn Sie wirklich Sportler „durch und durch“ sind, helfen einige Regeln, noch viele weitere Jahre lang aktiv Sport treiben zu können.

  • Trinken Sie beim Sport genug, und nicht erst, wenn Sie Durst verspüren – auch vor und nach dem Training.
  • Wenn Sie an einem Wettkampf teilnehmen möchten, gehen Sie bei der Vorbereitung schrittweise vor. Es wird z. B. dringend davon abgeraten, nach einer längeren Sportpause ohne Vorbereitung an einem Wettlauf über 20 km teilzunehmen!
  • Sollten Sie Schmerzen in den Gelenken verspüren (Schulter, Ellbogen, Knöchel usw.), kühlen Sie das Gelenk mehrmals täglich mit Eis und schonen sie es ein paar Tage lang. Sollte der Schmerz anhalten, suchen Sie einen Arzt auf.
  • Unabhängig von der gewählten Sportart stellen Atemlosigkeit, Herzklopfen oder Unwohlsein ein Zeichen von Überlastung und zu großer Anstrengung dar.
  • Herz-Kreislauf-Probleme kommen bei Sportlern eher selten vor. Dennoch können sie auftreten, auch während der sportlichen Anstrengung. Manchmal gibt es bereits Vorboten: Schmerzen in der Brust, Schwindel, Ohnmacht, ungewöhnliche Atemnot. Hören Sie einem solchen Fall sofort mit dem Training auf und suchen Sie einen Arzt auf.
  • Um das Risiko eines plötzlichen Herztods zu senken, sollten Sie Ihre Grenzen respektieren. Selbst als großer Sportler kann man mit 50 Jahren nicht mehr die gleiche Leistung erbringen wie mit 30.

Berechnen Sie den von Ihrem Herzen maximal tolerierten Herzrhythmus: 220 - Ihr Alter. Das Ergebnis stellt einen Grenzwert dar. Bei körperlicher Anstrengung müssen Sie bei 75 % dieses Wertes bleiben. Um Ihren Herzrhythmus herauszufinden, messen Sie 15 Sekunden lang Ihren Puls am Handgelenk und multiplizieren Sie das Ergebnis anschließend mit 4.

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